Sep 202017
 

ÄG Nord Vorstandssprecher Dr. Klaus Bittmann spricht über die Überlastung der Notfallambulanzen und dem daraus resultierenden Widerstreit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten. Dr. Bittmann führt aus, dass die zugespitzte Situation keinesfalls nur an den Patientinnen und Patienten liege. Das Ganze müsse vielmehr vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung des Arztberufes sowie vor dem Hintergrund mangelhafter Kommunikation gesehen werden. Die schleswig-holsteinischen Anlaufpraxen seien eine Lösung, bei der Krankenhaus und Niedergelassene zusammenarbeiten, allerdings nur während der Öffnungszeiten dieser Praxen. Der Wunsch der Beteiligten in der Region sei eine „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“. Das müsse allerdings zunächst rechtlich und finanziell geklärt werden.

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 Geschrieben von um 15:59
Sep 012017
 

ÄG Nord Vorstandssprecher Dr. Klaus Bittmann vermisst Aussagen der Parteien, was man sich für die Zukunft tatsächlich vorstelle. Er führt aus, dass es keinesfalls ausreichend sei, parteienübergreifend die Förderung der Telemedizin zu propagieren. Diese Forderung treffe beispielsweise in Schleswig-Holstein auf eine Infrastruktur, die es unmöglich mache, ein Röntgenbild zu einer Arztpraxis in einem Dorf zu übertragen. Des Weiteren seien die bürokratischen Rahmenbedingungen und die Finanzierung für die Anwendung der Telemedizin in den Arztpraxen nur wenig verlockend.

Auch wünsche man sich insbesondere mehr Beweglichkeit und mehr Möglichkeiten von der Bundespolitik, um neue Versorgungskonzepte vor Ort zu entwickeln. Ärztenetze und Ärztegenossenschaften sollten ebenfalls Versorgungszentren gründen dürfen. Als regionale Einheiten würden sie sich in ihrer Region schließlich am besten auskennen und man brauche solche Versorgungszentren. Das würde den Wünschen vieler junger Ärzte entgegenkommen, die gerne im Angestelltenverhältnis tätig werden wollen.

Die äg Nord wünscht sich ein freiheitliches, demokratisches Gesundheitssystem und keine Staatsmedizin. Man möchte auch nach der Wahl weiter konstruktiv arbeiten können und wolle die Versorgung im Land und auf dem Land in Kooperationen zum Erfolg führen. Ein guter Kontakt und eine Gesprächsfähigkeit mit der Landesregierung sei der äg Nord dafür wichtig. Man werde mit jeder demokratischen Partei reden. Die AfD sei dabei ausgeschlossen. Ansonsten sei man politisch neutral.

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 Geschrieben von um 16:04
Aug 172017
 

ÄG Nord Vorstandssprecher Dr. Klaus Bittmann fragt, ob Ärzte sich zunehmend fremdbestimmen und zu Dienstleistenden degradieren lassen. Im derzeitigen Gesundheitswesen mache sich der Einfluss der Ökonomisierung stark bemerkbar. Der Eindruck entstehe, dass das Wohl des Menschen zunehmend einer ökonomischen Bewertung untergeordnet sei und dass Einsparungen von Ressourcen wichtiger seien als soziale Strukturen und Menschlichkeit. Der wirkliche Wert menschlicher Beziehungen müsse wieder in den Vordergrund treten.

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 Geschrieben von um 08:19