Jan 192018
 

Dr. Klaus Bittmann kann auf einen verstärkten Vorstand bauen. Damit ist die Ärztegenossenschaft bereit, weiter ihre wichtige Rolle in der Gesundheitslandschaft in Schleswig-Holstein zu erfüllen. Konstruktiv nimmt sie sich der Herausforderungen im Land an. Reiner Protest reicht schon lange nicht mehr. Stabile Lösungen sind für eine sichere Zukunft gefragt.

YouTube-Channel der ÄG Nord

 Geschrieben von um 19:55
Okt 022012
 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

am 26.09.2012 hatte die ÄGN alle Vorsitzenden der Berufsverbände und der Freien Verbände in Schleswig-Holstein zu einer informellen und strategischen Beratung im Zusammenhang mit dem Honorarstreit auf Bundesebene eingeladen.Derzeitige Sachlage: Die bisherigen Ergebnisse nach Beschluss des erweiterten Bewertungsausschusses und nach „Angeboten“ des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen sind absolut unbefriedigend, die Forderungen der KBV sind bekannt.

Wir hatten sofort Protestmaßnahmen vorbereitet, die durch ein sogenanntes Moratorium auf Bundesebene zurückgestellt wurden. Es besteht die Erwartung, dass bei neu anberaumten Terminen des erweiterten Bewertungsausschusses am 04.10. oder 09.10.2012 Beschlüsse gemäß Forderung der KBV zur Anhebung des Orientierungspunktwertes und einer angemessenen Gesamthonorierung für das Jahr 2013 realisiert werden.

Dennoch muss in dieser Zeitspanne deutlich darauf hingewiesen werden, dass die Spitzen der Krankenkassen Wertschätzung ärztlicher Leistung und Interesse am Patientenwohl vermissen lassen. Daher bleibt es bei der Empfehlung:

  1. Zur Vermeidung bürokratischer Belastung keine Beantwortung von Kassenanfragen, die nicht zwingend oder im Sinne des Patienten erbracht werden müssen
  2. Keine Gespräche mit Kassenmitarbeitern, wenn überhaupt, dann nur außerhalb der Patientensprechstundenzeiten.
  3. Aktuell empfehlen wir ohne Rücksicht auf Kassenrabattverträge die Verordnung verfügbarer Grippeimpfstoffe, gegebenenfalls per Kostenübenahme der Kassen
  4. Die qualitätsorientierte Nutzung des aut Idem-Ausschlusses bei Arzneimittelverordnung ist konsequent zu beachten.
  5. Seitens der meisten Berufsverbände wird für typische ärztliche Grundleistung der tatsächlich ausgezahlte Preis zur plakativen Information der Patienten angeboten, vermitteln Sie dies in Ihrer Praxis ebenso, wie die unter anderem auch von der KVSH herausgegebene Patienteninformation zum Honorarstreit.

Folgendes Szenario ist mit den Berufsverbandsvorsitzenden abgestimmt, wenn spätestens am 09.10.2010 keine zufriedenstellenden Ergebnisse erreicht werden:

Für den 10.10.2012 schließen wir uns der bundesweiten Aktion „Praxis ohne Mitarbeiter“ an. An diesem Tag soll demonstrativ nur der Anrufbeantworter eingeschaltet bleiben, die Praxis ist soweit irgend möglich ohne Hilfe der Arzthelferinnen. Einen Marsch vor regionale Geschäftsstellen der Kassen, stellen wir frei. Weitere Hinweise finden Sie unter:

www.praxisteams-deutschland.de

B i t t e  b e a c h t e n:  D i e  v o n  u n s  a u f  d e n  10.10.2012  v e r s c h o b e n e
G r o ß k u n d g e b u n g  i n  R e n d s b u r g  f i n d e t  n i c h t  s t a t t.

Mit Zustimmung der beteiligten Verbände wollen wir eine gemeinsame Protestveranstanltung nicht durch Kurzfristigkeit oder Urlaubszeit schwächeln lassen. Zur Organisation einer tatsächlichen massiven Protestdemonstration und für einen eventuell notwendigen „heißen Herbst“ bedarf es einer umfassenden Planung und Information nach dem 09.10.2012.

Hierzu wird die ÄGN (in Absprache mit der KVSH), Vorsitzende der Verbände und der Netze, der medizinischen Fachangestellten und Patientenvertreter zu einer gemeinsamen Strategieabstimmung erneut einladen. Ergebnisse und ggf. neuer Termin für die Großveranstaltung werden dann veröffentlicht.

Mit freundlichen Grüßen

der Vorstand

(Rundschreiben-Sachlage-Honorarstreit-auf-Bundesebene-120927, PDF 77,4 kb)

Sep 112012
 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Die Honorarstreitigkeit auf Bundesebene bedarf der konzertierten Aktionen der Niedergelassenen, um den berechtigten Forderungen der Ärzteschaft Nachdruck zu verleihen.

Das Bündnis der Verbände hat einen Maßnahmenkatalog und einen Eskalationsplan abgestimmt, unter Zeitdruck und zu unserem Bedauern auch mit Umsetzungsproblemen für die einzelne Praxis. Natürlich wollen wir zum Erfolg aller Aktivitäten beitragen und unterstützen den Protest gegen das starre versorgungsfeindliche Verhalten der Kassen-Spitzenverbände.

Daher liefern wir Ihnen Argumentationshilfe für die Patienten sowie für den laufenden „Dienst nach Vorschrift“, sowie einen Vordruck zur Beantwortung von Kassenanfragen unter diesem Link. Für den morgigen Mittwoch wurde ein freier Tag der Arzthelferin (MFA) ausgerufen – Sprechstunde ohne Helferin dürfte aber für manche Praxis kaum machbar sein, schon gar nicht so kurzfristig. Wir können Ihnen empfehlen, diese Situation zu simulieren, indem Sie den Anrufbeantworter laufen lassen und mit dem nachfolgenden Text besprechen:

Guten Tag, unsere Praxis beteiligt sich heute, am Mittwoch den 12. September an der Aktion gegen die geplante mangelhafte Honoraranpassung. Deshalb ist unser Telefon ganztätig nicht besetzt. Leider kann dies künftig häufiger der Fall sein, falls wir unsere medizinischen Fachangestellten nicht mehr bezahlen können. Bitte kommen Sie persönlich in die Praxis, schicken Sie uns ein Fax oder eine E-Mail.

Vielen Dank für Ihr Verständnis – Ihr Praxisteam

Und wenn Sie der Helferin frei geben – umso besser.

Die noch bis 12.9.12 laufende Urabstimmung hat erstaunliche Resonanz gefunden, wir danken allen Rücksendern: die Zeichen stehen auf Sturm, eine Mehrheit ist für Praxisschließungen!

Nun warten wir auf die Ergebnisse der nächsten Sitzung des erweiterten Bewertungsausschusses am 15.9.12 und auf angemessene Nachbesserungen – davon wird die Eskalation unserer Maßnahmen abhängen.

Freundliche Grüße,

Ihr Klaus Bittmann, 1. Sprecher der ÄG Nord