Die Nicht-Einigung der Kassen- und Ärztevertreter bezüglich einer EBM-Ziffer für den Einsatz von Telemedizin in der ambulanten Versorgung ist diesmal das Thema von ÄG Nord-Vorstandssprecher Dr. Klaus Bittmann: “Das ist ein Armutszeugnis! Wenn wir uns überlegen, wie die moderne Technik heutzutage überall Einzug hält – sie könnte genutzt werden in der Medizin zur Verbesserung einer ausgedünnten flächendeckenden Versorgung, aber auch zur Verbesserung vieler Erkrankungen, für die man durch Telemedizin jedem Versicherten hohe Qualität anbieten könnte.”
Die Diskussion um die Rücklagen des Gesundheitsfonds sind diesmal das Thema von ÄG Nord-Vorstandssprecher Dr. Klaus Bittmann: “Wir sprechen parallel dazu über die Probleme der Zukunft – schlechte Versorgung auf dem Land, wenige Ärzte, aus Ärztesicht zu wenig Geld, siehe Hamburg. Wenn die Krankenkassen das Geld haben, sollen sie es natürlich nicht nach dem Giesskannenprinzip ausschütten, sondern dort, wo berechtigte Forderungen sind. Und wenn man das nicht tut, und stattdessen agiert als seien die Kassen leer, dann wird das Geld eben vom Finanzminister zurückgeholt. Dabei wäre jetzt die Zeit, dieses Geld in Strukturen zu investieren.”
Obwohl es zum Ende 2012 wegen eines nicht erfüllten Rabattvertrages zum vorübergehenden Totalausfall bei der Lieferung von Impfstoffen kam (und dies in der Folge zur Zeit zu vollen Arztpraxen führt), haben die Krankenkassen für 2013 erneut einen Exklusivvertrag mit einem einzigen Hersteller von Grippeimpfstoffen abgeschlossen. Aus aktuellem Anlass sagt deshalb ÄG Nord Vorstandssprecher Dr. Klaus Bittmann: “Wenn alles gut geht, und das Anbrüten der Impfstoffe, Sauberkeit, Verträglichkeit usw. alles stimmt, dann haben wir Glück gehabt. Es kann aber genau das gleiche Desaster wie letztes Jahr passieren. Ich kann nicht verstehen, dass man es hinnimmt, dass die Bevölkerung durch Grippeinfekte hoch gefährdet wird – obwohl wir konzertierte Aktionen, Impfwochen usw. veranstalten, die Bevölkerung animieren – “Lasst Euch gegen Grippe impfen”. Und wir wissen wie wichtig es ist, dass es hier nicht zu einer Epidemie kommt. Trotzdem wird es erneut so gemacht mit dem hohen Risiko, dass es wieder passieren kann!”
Bitte beachten Sie hierzu auch die Pressemeldung der ÄG Nord
